Ina Deter
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Single: "Wenn wir nicht brennen" VÖ: 27.03.26
UMD / Mercury Sie ist eine der wichtigsten Stimmen innerhalb der deutschsprachigen Rock- und Popmusik: Mit Hits wie „Neue Männer braucht das Land“, „Mit Leidenschaft“ oder „Ich will die Hälfte der Welt“ ist es Ina Deter gelungen, immer wieder den Zeitgeist einzufangen und ihren Songtexten gesellschaftliche Relevanz zu verleihen. Anlässlich ihres 50-jährigen Künstlerinnenjubiläums hat sie nun das umfangreiche Boxset „So wie ich bin – 50 Jahre Ina Deter“ veröffentlicht, auf dem die Sängerin und Songwriterin noch einmal auf die größten Momente ihrer bewegten Karriere zurückschaut. Als besonderer Bonus ist auf der exklusiven Werkschau die brandneue Single „Wenn wir nicht brennen“ enthalten, mit der die Berlinerin nun seit mehr als 17 Jahren ein neues Lied vorlegt! Fünfzig Jahre Ina Deter: Das bedeutet fünfzig Jahre unermüdlicher Kampf für Frauenrechte und weibliche Selbstbestimmung, fünfzig Jahre ungeschönte Gesellschaftskritik und fünfzig Jahre Rock/ Pop mit starker Botschaft und einer gesunden Portion Sarkasmus. Auf ihrem neuen Boxset lässt die 79-jährige Musikerin nun die wichtigsten Stationen aus fünf aufregenden Dekaden Revue passieren. Angefangen bei ersten Gehversuchen als Liedermacherin, über ihre Schaffensphase als Neue Deutsche Welle-Ikone, bis hin zu ihrem heutigen Status als arrivierte Grande Dame des Deutschrock und des Deutschpop. „So wie ich bin – 50 Jahre Ina Deter“ ist sowohl Rückschau, als auch Resümee eines ganzen Musikerinnenlebens. Das umfangreiche Boxset entstand in enger Zusammenarbeit mit Ina Deters langjährigem musikalischen Begleiter, Komponist und Produzent Micki Meuser. Das Kernstück von „So wie ich bin – 50 Jahre Ina Deter“ bildet die gleichnamige 2CD mit Inas beliebtesten Songs, die von der 1LP „Unerhört-Raritäten“ mit gesuchten Tracks, unveröffentlichten Stücken und neuen Mixen ergänzt wird. „Die Beschäftigung mit dieser Box ist mit vielen Erinnerungen verbunden gewesen“, erklärt Ina rückblickend. „Nochmal diese alten Fotos durchzusehen und die alten Texte durchzulesen, war sehr berührend. Mein Wohnzimmer war zu dieser Zeit ein absolutes Chaos aus Notizbüchern, Fotos, Zeitungsausschnitten, Videokassetten, Tourbooks und tausend anderen Dingen. Mein ganzes Leben lag plötzlich ausgebreitet vor mir. Ich hatte das Gefühl, fünfzig Jahre lang nur geschrieben und komponiert zu haben, während nebenher auch ein paar Platten entstanden.“ Fünf wechselvolle Jahrzehnte, in denen sich Ina Deter immer wieder stilistisch weiter entwickelt hat. Die einzige Konstante: Ihr unerschütterlicher Wille, etwas zu bewegen. Den Status quo zu hinterfragen, gesellschaftliche Missstände anzusprechen und mit ihrer Musik Haltung zu zeigen – oft unbequem, aber immer ehrlich und mit dem tief empfundenen Anspruch, Veränderungen anzustoßen. Ein Engagement, das sie bereits auf ihrer 1974 erschienenen Debütsingle „Ich habe abgetrieben“ formuliert und das sich bis heute ungebrochen durch ihr künstlerisches Schaffen zieht. 1976 tritt Ina beim deutschen Vorentscheid für den Grand Prix Eurovision de la Chanson an, bevor sie wenig später ihr Debütalbum „Ich sollte eigentlich ein Junge werden...“ veröffentlicht. Gemeinsam mit ihrem Bassisten und Produzenten Micki Meuser entwickelt sie in der Folgezeit Schritt für Schritt einen immer rockigeren Stil. Weg von der reduzierten, von Bob Dylan und Joan Baez inspirierten Liedermacher-Ästhetik hin zu einem druckvollen Deutschrock-Sound, verbunden mit ihrer unvergleichlichen Stimme und ihren schonungslos offenen Texten. Nach Longplayern wie „Wieviele Finger braucht eine Faust?“ (1979) und „Aller Anfang sind wir“ aus dem Jahr 1981 erscheint wenig später das Durchbruchsalbum „Neue Männer braucht das Land“, dessen Titeltrack zu einem der wichtigsten und zugleich polarisierendsten Kultsongs der Neuen Deutschen Welle avanciert. Während der Refrain „Ich sprüh`s auf jede Wand – neue Männer braucht das Land“ von weiblichen Fans als feministischer Befreiungsschlag gefeiert wird, sehen deutsche Richter eine „Anstiftung zur Sachbeschädigung“, setzen das Stück auf den Index und erstatten Anzeige. Deutsche Bananenrepublik-Justiz, die Inas weibliche Wut nur noch weiter befeuert. Bis heute. „Strauß, Kohl und wie sie alle hießen – es mussten dringend neue Männer her! Ich bekomme immer noch Gänsehaut. Anfangs habe ich die Sprengkraft dieses Liedes gar nicht so richtig erkannt. Danach wurde meine Meinung durch die Anzeige im Grunde nur bestätigt. Man fragt sich immer noch, was das für Männer waren, die dafür verantwortlich gewesen sind.“ Aus der anfänglichen Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein, wird ein Triumphzug. Ina wird zur omnipräsenten Stimme einer neuen Generation selbstbestimmter, emanzipierter, starker Frauen. Im Radio. Im Fernsehen. Auf Demos. In deutschen Wohnzimmern – überall ist „Neue Männer braucht das Land“ zu hören. Der Diskurs hat begonnen. 1983 alleine spielt sie 180 Konzerte in ausverkauften Hallen und ist außerdem mit ihrer Ina Deter Band live auf dem dänischen Roskilde Festival neben internationalen Größen wie Marianne Faithfull, den Simple Minds, The Clash oder Siouxsie And The Banshees zu sehen. Ungefilterte Frauenpower, die sie auch auf den Nachfolgealben „Mit Leidenschaft“ (1984), „Frauen kommen langsam – aber gewaltig“ (1986) und „Ich will die Hälfte der Welt“ (1987) transportiert. Alles außer Stillstand! „Mein Antrieb ist das Leben“, erklärt Ina weiter. „Es ging mir schon immer darum, die Ohren aufzumachen und mitzubekommen, was hier im Lande passiert. Mich einzumischen und nicht still zu sein. Es gibt immer etwas zu bewegen. Es ist wichtig, die Dinge mit einer Jetzt-erst-recht-Einstellung weiterzutreiben und auf die Straße zu gehen.“ Ein Lebensmotto, dem Ina Deter bis heute treu geblieben ist, wie sie auch mit ihrer neuen Single „Wenn wir nicht brennen“ zeigt, mit der die Musikerin ihren Kampf gegen Faschismus, Rassismus, Homophobie und Misogynie fortsetzt. Ihr erster Song seit 17 Jahren, auf dem sie sich immer noch so energisch, aber auch so energetisch wie eh und je präsentiert. „Ich hatte schon nach dem AfD-Treffen in Potsdam den Drang, einen neuen Song zu machen. Dann fiel mir ein, dass es den mit `Wie viele Finger braucht eine Faust` ja schon gibt“, so die Musikerin. „Ich brenne heute immer noch für die gleichen Dinge, für die ich schon vor fünfzig Jahren gekämpft habe. Wer soll die Welt erleuchten, wenn es nicht wir sind, die brennen? Es war schön zu sehen, dass diese Symbiose zwischen Micki und mir immer noch funktioniert. Der Text von `Wenn wir nicht brennen` ist meine Momentaufnahme heute 2025/ 2026 - und Micki Meuser hat genau die passende Musik dazu komponiert.“ Auf der Doppel-CD „So wie ich bin“ präsentiert sich Ina Deter in all ihren unterschiedlichen, manchmal auch widersprüchlichen Facetten: Stark und kämpferisch, aber auch nachdenklich und introvertiert. Statt einer chronologischen Reihenfolge ihrer Greatest Hits erzählt die Berlinerin ihr Leben anhand sorgsam ausgewählter Lieder. Vom hoffnungsvollen Opener „Aller Anfang sind wir“, über das antifaschistische „40 Jahre danach“ und „Neue Männer braucht das Land“, über die empowernde Queerness-Hymne „Frau sein“, bis hin zur berührenden Klavierballade „Wilde Wölfe“ von ihrem letzten Rock-Album „Spieglein, Spieglein“ (2000). Auf CD 2 finden sich dagegen zwar weniger bekannte, aber für Ina trotzdem nicht weniger wichtige Tracks. So wie das selbstbewusste „Habe mich auf meinem Weg gefunden“, das optimistische „Ein neues Gefühl“ oder der melancholische Aufbruchssong „Einfach abhaun, einfach gehen“; der traditionell letzten Zugabe auf ihren Konzerten. Ergänzt wird die „So wie ich bin – 50 Jahre Ina Deter“-Box von der 1LP „Unerhört-Raritäten“, auf der sich gesuchte Tracks, unveröffentlichte Songs und neue Mixe befinden. Darunter ein tanzbar-moderner Club-Edit von „Neue Männer braucht das Land“, eine nie gehörte Unplugged-Fassung von „Wie viele Finger braucht eine Faust?“, eine remasterte Version des frühen Songs „Wenn du so bist wie dein Lachen“ und das Original von Ina Deters im Jahr 1974 erschienener Debütsingle „Ich habe abgetrieben“. Abgerundet wird das Boxset von einem 114-seitigen Buch mit Inas persönlichen Erinnerungen und unveröffentlichten Fotos, einem exklusiven Poster und einem limitierten, von Ina persönlich signierten Artprint. Zudem ist die Box als Bundle mit einer Kette & Anhänger und einem „Neue Männer braucht das Land... immer noch“-T-Shirt erhältlich. |
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