The Hirsch Effekt
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Fokustrack: "Die Brücke"
Album: "Der Brauch" VÖ: 30.01.26 Long Branch Records / OPEN Zwischen den beiden Tourblöcken zum Vorgängeralbum „Urian“ beginnt Sänger und Gitarrist Nils Wittrock ein Buch zu schreiben. Darin schreibt er über seinen ersten Nachwuchs, aber auch über seine Band The Hirsch Effekt und vor allem darüber, wie es ihm mit ihr während der Corona-Pandemie erging. Von dem Gefühl, nach der letzten Platte vor der Covid jetzt so richtig mit der Band durchzustarten. Davon, wie frustrierend die Zeit währenddessen war. Als das Buch fertiggeschrieben ist, ist auch die erste richtige Tour nach Corona komplett beendet. Die Frage „wo wäre ich heute, wenn die Pandemie meiner Karriere nicht den Stecker gezogen hätte“, die diesen Teil des Buches auf den Punkt bringt, ist hinfällig. Aber die Frage danach, wo man denn nun mit der Band nach der Post-Covid Feuerprobe in Form des ersten Albums in der neuen Zeitrechnung steht, ist beantwortet. Und manchmal muss man es einmal in Form eines Buches in Worte fassen, um zu spüren, wie entmutigend dieser Zustand eigentlich ist. Und zum ersten Mal kommen auch Zweifel innerhalb der Band auf. Gehen nicht die Besuchendenzahlen schon länger zurück? Ist es nicht spannender sich mit anderen musikalischen Projekten zu befassen oder notwendig endlich die Promotion zu Ende zu bringen, die man schon länger wegen der Band vernachlässigt? Nach sechs Alben, sechzehn Jahren Bandgeschichte, knapp eintausend Shows und auf Grund der drei verstreuten und sehr unterschiedlichen Leben der Bandmitglieder stellt sich für Wittrock, der die vierzig kurz vorher überschritten hat, nun die Frage, was er mit diesem Projekt überhaupt noch anfangen soll. Gerade unter den Bedingungen, dass es mit dem knapp kalkulierten Lebensentwurf – also neben der eigenen Musik möglichst wenig Broterwerb nachzugehen, um möglichst viel Zeit und Flexibilität für ersteres zu haben – auf Grund von Inflation, gestiegenen Kosten und eigenem Kind kaum noch hinhaut. Und mit der wenig erbaulichen Perspektive, dass „ich habe sechzehn Jahre hauptberuflich bei The Hirsch Effekt gespielt“ sich wohl in keiner Bewerbung gut machen wird. Im Herbst 24 beginnt Wittrock sich alleine auf die Suche nach der Antwort auf diese Frage zu machen. Er schließt sich über mehrere Monate immer wieder alleine im schlecht beheizbaren Proberaum der Band ein. Sieben Songs entstehen in dieser Zeit. Das siebte The Hirsch Effekt Album ist dementsprechend ein einsames Album. Auch wenn Schlagzeuger Moritz Schmidt später in den Schreibprozess einsteigt. Und ist es nach dem zweiten Album, das in Fankreisen als Opus Magnum der Band gilt, zweifellos das Persönlichste. Gleichzeitig ist es eine Besinnung auf eine Haltung, die dazu geführt hat, dass es diese Band überhaupt gibt. Denn die Frage, warum Wittrock überhaupt Musik macht und wofür er am liebsten die Gitarre einsetzt, zieht sich durch die Texte, gleichermaßen wie durch die Kompositionen. Ohne den Anspruch, den nächsten großen Wurf machen zu wollen, eine größere Hörendenschaft zu erschließen oder das verfrickelste Gitarrenlick abzuliefern. Statt wie auf den Vorgängeralben häufig die Umgebung zu beschreiben, sind die Songs auf dem siebten Album wieder Ausdruck des Innersten. Resignation, Unmut und Zweifel brechen sich in den Songs Bahn und werden kathartisch in etwas Positives umgesetzt. In dieses neue The Hirsch Effekt Album. |
! NEW ALBUM
! TOURTERMINE
25.02.26 Schweinfurt, Kulturhaus Stattbahnhof 27.02.26 Karlsruhe, Jubez 28.02.26 Ulm, ROXY 05.03.26 Berlin, Badehaus 06.03.26 Hamburg, LOGO 07.03.26 Düsseldorf, Ratinger Hof 12.03.26 Wiesbaden, Schlachthof/Kesselhaus 13.03.26 Kassel, Goldgrube 14.03.26 Erfurt, Museumskeller 19.03.26 Bremen, TOWER Musikclub 20.03.26 Oberhausen, Druckluft 21.03.26 Leipzig, Naumanns 21.05.26 Saarbrücken, Kleiner Klub Garage 22.05.26 Münster, Sputnikhalle 23.05.26 Köln, Helios 37 |